BMI-Tabelle Männer & Frauen nach Alter: WHO-Werte
Kurzantwort: Die BMI-Tabelle ordnet Erwachsene ab 18 Jahren grob nach WHO-Kategorien ein: unter 18,5 Untergewicht, 18,5-24,9 Normalgewicht, ab 25 Übergewicht und ab 30 Adipositas. Für eine eigene Berechnung nutzen Sie den BMI-Rechner 2026.
Direkteinstieg: BMI-Tabelle Männer nach Alter, BMI-Tabelle Frauen nach Alter und BMI nach Alter erklären die wichtigsten Unterschiede nach der Standardtabelle.
Für Frauen, Männer und Altersgruppen gelten in der WHO-Tabelle dieselben Grenzwerte; die Einordnung kann sich aber durch Muskelmasse, Körperfettanteil, Taillenumfang und Alter unterscheiden. Details stehen im Ratgeber BMI nach Alter und Geschlecht.
Der Body Mass Index (BMI) ist ein international gebräuchlicher Orientierungswert zur Einschätzung des Körpergewichts. Er berechnet sich aus Körpergewicht (kg) geteilt durch Körpergröße (m) zum Quadrat: BMI = kg ÷ m².
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert feste BMI-Kategorien für Erwachsene ab 18 Jahren. Diese gelten weltweit und sind unabhängig von Geschlecht und Alter — allerdings empfehlen Fachgesellschaften wie die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) für bestimmte Altersgruppen angepasste Normwerte.
Wichtig: Der BMI ist ein statistischer Richtwert, kein individuelles Diagnoseinstrument. Er berücksichtigt weder Muskelmasse noch Fettverteilung. Ergänzende Messwerte wie Taillenumfang und Taille-Hüft-Verhältnis geben ein vollständigeres Bild Ihrer gesundheitlichen Risiken.
| Kategorie | BMI(kg/m²) | Gesundheitsrisiko | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Starkes Untergewicht | < 16,0 | deutlich erhöht — mögliche Mangel- oder Krankheitszeichen abklären | Ärztliche Einordnung sinnvoll, besonders bei Beschwerden oder unbeabsichtigter Gewichtsveränderung |
| Mäßiges Untergewicht | 16,0 – 16,9 | erhöht — Nährstoffmangel möglich | Ärztliche Einordnung erwägen |
| Leichtes Untergewicht | 17,0 – 18,4 | Leicht erhöht | Ernährung überprüfen, Gewicht beobachten |
| Normalgewicht | 18,5 – 24,9 | durchschnittlich — weiterer Kontext zählt | Verlauf, Taillenumfang und weitere Risikofaktoren mitbetrachten |
| Übergewicht (Präadipositas) | 25,0 – 29,9 | Leicht erhöht — abhängig von Begleitfaktoren | Ernährung und Bewegung optimieren |
| Adipositas Grad I | 30,0 – 34,9 | erhöht — abhängig von Bauchumfang und Begleitfaktoren | Ärztliche Einordnung kann sinnvoll sein, besonders bei Begleitfaktoren |
| Adipositas Grad II | 35,0 – 39,9 | hoch — Risiko hängt von Begleitfaktoren ab | Ärztlich begleitete Einordnung und passende Unterstützungsangebote prüfen |
| Adipositas Grad III (Morbide Adipositas) | ≥ 40,0 | sehr hoch — medizinische Abklärung wichtig | Ärztlich strukturierte Abklärung; Therapieoptionen nur nach Indikation und Leitlinie |
Hinweise
- •Die BMI-Klassifikation der WHO gilt für Erwachsene ab 18 Jahren. Für Kinder und Jugendliche (0–17 Jahre) gelten alters- und geschlechtsspezifische BMI-Perzentilen nach den KiGGS-Referenzwerten des Robert Koch-Instituts.
- •BMI-Tabelle Männer: Die WHO-Grenzen sind gleich, Muskelmasse und Bauchumfang können die Einordnung aber verändern.
- •BMI-Tabelle Frauen: Die Grenzwerte bleiben gleich; Körperfettverteilung, Lebensphase und Taillenumfang sollten mit betrachtet werden.
- •BMI nach Alter: Bei Menschen ab 65 Jahren kann ein leicht höherer BMI anders einzuordnen sein als bei jüngeren Erwachsenen.
- •Altersangepasste Empfehlungen der DGE: Für Erwachsene ab 65 Jahren empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung einen etwas höheren BMI-Bereich von 22–27 als optimal. Ein leichtes Übergewicht im Alter ist mit einer geringeren Sterblichkeit assoziiert (sog. „Adipositas-Paradox“).
- •Geschlechtsunterschiede: Obwohl die WHO-Kategorien geschlechtsneutral sind, haben Frauen im Durchschnitt einen höheren Körperfettanteil als Männer bei gleichem BMI. Ein BMI von 25 bei einer Frau entspricht typischerweise einem höheren Körperfettanteil als bei einem Mann.
- •Taillenumfang als zusätzlicher Risikoindikator: Viszerales Bauchfett wird in Studien häufiger mit ungünstigen Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Risiken verbunden. Häufig genutzte Grenzwerte: Frauen > 80 cm (erhöht) / > 88 cm (deutlich erhöht), Männer > 94 cm (erhöht) / > 102 cm (deutlich erhöht).
- •Taille-Hüft-Verhältnis (WHR): Ein weiterer wichtiger Indikator. Risikobereich: Frauen > 0,85, Männer > 1,0. Berechnung: Taillenumfang ÷ Hüftumfang.
- •Der BMI berücksichtigt nicht die Körperzusammensetzung. Sportler mit viel Muskelmasse können einen hohen BMI haben, obwohl ihr Körperfettanteil niedrig ist. In diesem Fall sind BIA-Messung oder DEXA-Scan aussagekräftiger.
- •Adipositas-bedingte Folgekosten: Studien beschreiben bei Adipositas häufig höhere Gesundheitskosten als im Bevölkerungsdurchschnitt. Diabetes Typ 2, Bluthochdruck und Gelenkprobleme zählen zu den möglichen Begleiterkrankungen.
- •Bariatrische Chirurgie: Ab BMI ≥ 40 (oder ≥ 35 mit schweren Begleiterkrankungen) können bariatrische Verfahren nach Leitlinie geprüft werden. Kosten liegen häufig im fünfstelligen Bereich. Die Kasse kann unter Voraussetzungen und bei nachgewiesener medizinischer Indikation Kosten übernehmen.
Quellen & Referenzen
- WHO – World Health Organization: BMI Classification (Global Database on BMI)
- DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte und Empfehlungen für BMI im Alter
- RKI – Robert Koch-Institut: DEGS-Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland
- RKI – KiGGS-Studie: BMI-Referenzwerte für Kinder und Jugendliche
- Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG): S3-Leitlinie Prävention und Therapie der Adipositas
- AWMF – Leitlinie Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen