BMI-Rechner 2026: BMI berechnen und Gesundheitsrisiko einordnen
Berechnen Sie Ihren BMI und ordnen Sie den Wert mit Tabelle, Taillenumfang und WHtR als Orientierung ein. Der Check ersetzt keine medizinische Diagnose.
Die Referenzwerte finden Sie in der BMI-Tabelle nach Alter; Formel und Grenzen erklärt BMI richtig berechnen.
Häufig gestellte Fragen
Der BMI wird berechnet als Körpergewicht (kg) geteilt durch Körpergröße (m) zum Quadrat. Ein Beispiel: Bei 75 kg und 1,75 m ergibt sich ein BMI von 75 / (1,75 x 1,75) = 24,5.
Nach WHO-Klassifikation liegt der BMI-Normalbereich für Erwachsene zwischen 18,5 und 24,9. Werte darunter gelten als Untergewicht, Werte ab 25 als Übergewicht und ab 30 als Adipositas. Die individuelle Einordnung hängt aber auch von Alter, Geschlecht, Muskelmasse, Taillenumfang und Vorerkrankungen ab.
Der BMI ist ein grober Orientierungswert. Er unterscheidet nicht zwischen Muskelmasse und Fettmasse. Deshalb ergänzt unser Rechner den BMI um den WHtR (Waist-to-Height Ratio), der die Fettverteilung zusätzlich einordnet.
Der WHtR teilt den Bauchumfang durch die Körpergröße. Werte unter 0,5 werden häufig als günstiger eingeordnet; höhere Werte können auf ein ungünstigeres Risikoprofil hinweisen. Der WHtR ist eine Ergänzung zum BMI, keine Diagnose.
Gesetzliche Krankenkassen können Ernährungsberatung oder Präventionskurse unter Voraussetzungen bezuschussen. Häufig spielen BMI, medizinische Indikation, Kurszertifizierung und ärztliche Verordnung eine Rolle; Details unterscheiden sich je nach Kasse.
Grenzen des BMI — und bessere Alternativen
Der BMI wurde 1832 vom belgischen Statistiker Adolphe Quetelet entwickelt und ist bis heute der am häufigsten verwendete Indikator für die Gewichtsklassifikation. Allerdings hat der BMI erhebliche Grenzen:
- •Er unterscheidet nicht zwischen Muskelmasse und Fettgewebe. Ein trainierter Sportler kann einen BMI über 25 haben, obwohl der Körperfettanteil niedrig ist.
- •Er berücksichtigt nicht die Fettverteilung. Viszerales Bauchfett kann mit einem anderen Risikoprofil verbunden sein als subkutanes Fett an Hüften und Oberschenkeln.
- •Alter und Geschlecht werden von der WHO-Standardklassifikation nicht differenziert (für Erwachsene).
Waist-to-Height Ratio (WHtR): Ein ergänzender Indikator ist das Verhältnis von Bauchumfang zu Körpergröße. Häufig wird ein WHtR unter 0,5 als günstiger und ein Wert über 0,6 als auffällig eingeordnet. Deshalb bieten wir in diesem Rechner die optionale WHtR-Analyse an.
BMI-Klassifikation nach WHO (Stand 2026)
Die WHO-Grenzwerte gelten unverändert seit der letzten Aktualisierung (2000/2024). Bei Kindern und Jugendlichen werden alters- und geschlechtsspezifische Perzentilen verwendet.
| Kategorie | BMI (kg/m²) | Gesundheitsrisiko |
|---|---|---|
| Starkes Untergewicht | < 16,0 | Erheblich erhöht |
| Mäßiges Untergewicht | 16,0–16,9 | Erhöht |
| Leichtes Untergewicht | 17,0–18,4 | Leicht erhöht |
| Normalgewicht | 18,5–24,9 | Durchschnittlich |
| Übergewicht (Präadipositas) | 25,0–29,9 | Leicht erhöht |
| Adipositas Grad I | 30,0–34,9 | Erhöht |
| Adipositas Grad II | 35,0–39,9 | Stark erhöht |
| Adipositas Grad III | ≥ 40,0 | Sehr stark erhöht |
Quelle: WHO — Global Database on Body Mass Index (aktualisiert 2024).
Gesundheitsrisiken nach Gewichtskategorie
Übergewicht (BMI 25–29,9): Das Risiko für Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, koronare Herzkrankheit, Schlafapnoe und bestimmte Krebsarten kann erhöht sein. Wie relevant der BMI ist, hängt stark von Taillenumfang, Blutwerten, Blutdruck und Vorgeschichte ab.
Adipositas I–III (BMI ≥ 30): In Studien ist Adipositas häufiger mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, Gelenkbeschwerden, Fettleber und bestimmten Krebserkrankungen verbunden. Die persönliche Relevanz muss medizinisch eingeordnet werden.
Untergewicht (BMI < 18,5): Untergewicht kann mit Mangelernährung, Zyklusstörungen, Infektanfälligkeit oder anderen Ursachen zusammenhängen. Unbeabsichtigte Gewichtsabnahme sollte ärztlich abgeklärt werden.
Psychische Gesundheit: Gewicht, Essverhalten und psychische Belastung können zusammenhängen. Bei Leidensdruck oder Verdacht auf eine Essstörung ist professionelle Unterstützung wichtig.
Wann zum Arzt?
Eine ärztliche Einordnung kann sinnvoll sein, wenn Ihr BMI unter 18,5 oder über 30 liegt. Auch bei einem BMI von 25–29,9 können zusätzliche Risikofaktoren eine Abklärung sinnvoll machen:
- • Bluthochdruck (> 140/90 mmHg)
- • Erhöhter Nüchternblutzucker (> 100 mg/dl)
- • Familiäre Vorbelastung für Diabetes oder Herzerkrankungen
- • Bauchumfang > 102 cm (Männer) oder > 88 cm (Frauen)
- • Erhöhte Blutfettwerte (LDL-Cholesterin, Triglyceride)
Hinweis: Dieser Rechner ersetzt keine ärztliche Diagnose. Die Ergebnisse dienen der Orientierung und sollten mit einem Arzt oder einer qualifizierten Ernährungsberatung besprochen werden.